Der Umstieg auf Elektromobilität ist in vollem Gange: Deutlich mehr Modelle und Ladestationen als noch vor ein paar Jahren sorgen dafür, dass uns Autofahrern der Wechsel immer leichter gemacht wird. Kommt hinzu: Vorurteile, die manche gegenüber E-Autos hegen, werden nach und nach entkräftet, wie auch dieser Artikel zeigt.
Die Ladekosten hängen vor allem davon ab, wo Sie laden. Zu Hause ist es am günstigsten, unterwegs an der Schnellladestation am teuersten. Die folgende Übersicht rechnet mit einem Verbrauch von 17 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, was für einen Kompaktwagen wie den VW ID.3 oder den Škoda Elroq realistisch ist.
| Wo Sie laden | Preis pro Kilowattstunde | Kosten pro 100 km |
|---|---|---|
| Eigener Solarstrom | rund 12 Rappen | rund CHF 2.– |
| Zu Hause (Schweizer Median 2026) | 27,7 Rappen | rund CHF 4.70 |
| AMAG Ladestationen mit der AMAG App | 28 Rappen | rund CHF 4.75 |
| Öffentlich, normal laden | 30 bis 50 Rappen | CHF 5.10 bis 8.50 |
| Öffentlich, schnell laden | 50 bis 80 Rappen | CHF 8.50 bis 13.60 |
| Zum Vergleich: Benzin (6,5 Liter) | rund CHF 2.– pro Liter | rund CHF 13.– |
Der Median-Strompreis von 27,7 Rappen stammt von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom für das Jahr 2026. Je nach Gemeinde bewegt sich der Tarif zwischen rund 10 und 44 Rappen, ein Blick auf strompreis.elcom.admin.ch lohnt sich also.
Auf ein Jahr mit 15'000 Kilometern gerechnet heisst das: rund 700 Franken Ladekosten zu Hause gegenüber rund 1'950 Franken für Benzin. Das sind rund 1'250 Franken Unterschied, jedes Jahr.
Mit der AMAG App oder der AMAG electrified Ladekarte laden Sie Ihren Volkswagen, Audi, SEAT, Škoda, CUPRA oder Ihr VW Nutzfahrzeug an über 200 öffentlichen AMAG Ladepunkten für 28 Rappen pro Kilowattstunde. Der Tarif gilt an Normal- und an Schnellladestationen sowie in den AMAG Parkhäusern in Zürich.
Bemerkenswert daran: An vielen Wohnorten ist dieser Tarif günstiger als der eigene Haushaltsstrom. Wer ein neues Elektroauto einer unserer Marken kauft, erhält zusätzlich einen Gutschein über 50 Franken zum Ausprobieren.
Ein Elektroauto braucht schlicht weniger Teile, die verschleissen. Es gibt keine Zündkerzen, keinen Auspuff, keine Kupplung, kein Öl und keine Luft- oder Ölfilter. Auch Bremsscheiben und Bremsbeläge halten länger, weil das Fahrzeug beim Verzögern Energie zurückgewinnt statt sie über die Bremsen abzubauen.
Unter dem Strich liegen die Wartungs- und Unterhaltskosten je nach Untersuchung rund 20 bis 35 Prozent unter denen eines vergleichbaren Verbrenners. Was Ihr E-Auto trotzdem an Service braucht, lesen Sie in unserem Beitrag zur Wartung von Elektroautos.
Der grösste Kostenblock bleibt der Kaufpreis. Hier hat sich in den letzten Jahren am meisten bewegt: Die Batteriepreise sind deutlich gesunken, das Modellangebot ist stark gewachsen, und viele Elektromodelle liegen heute auf dem Preisniveau vergleichbarer Verbrenner.
Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Rechnung dazu. Erstens erheben Bund und Kantone seit dem 1. Januar 2024 die Automobilsteuer von 4 Prozent auch auf importierte Elektrofahrzeuge, die Steuerbefreiung bei der Einfuhr ist weggefallen. Zweitens spielt der Wiederverkaufswert eine grosse Rolle, und der hängt stark von Modell, Batteriezustand und Marktlage ab. Eine Probefahrt und ein Gespräch in Ihrer AMAG Garage bringen hier mehr Klarheit als jede Faustregel.
Eine nationale Kaufprämie gibt es in der Schweiz nicht. Die Vorteile liegen bei den Kantonen, und dort fallen sie sehr unterschiedlich aus:
Die Ersparnis liegt typischerweise zwischen 300 und 1'500 Franken pro Jahr. Welche Regel für Ihren Wohnort gilt, erfahren Sie beim kantonalen Strassenverkehrsamt. Bei der AMAG Markenversicherung profitieren Sie zusätzlich von einem Rabatt für Elektrofahrzeuge.
Ein Hinweis für die Langfristrechnung: Der Bundesrat plant, Elektrofahrzeuge ab 2030 an der Finanzierung der Strassen zu beteiligen, entweder über eine Abgabe pro gefahrenem Kilometer oder über eine Steuer auf den Ladestrom. Dafür braucht es eine Verfassungsänderung, über die Volk und Stände abstimmen. Bis dahin bleibt es beim heutigen Stand.
Die Sorge vor einem teuren Batterietausch hält sich hartnäckig. In der Praxis ist sie selten begründet: Die Hochvoltbatterien unserer Marken haben 8 Jahre Garantie beziehungsweise 160'000 Kilometer. Moderne Batterien verlieren über die Lebensdauer typischerweise einen kleinen Teil ihrer Kapazität, ein Komplettausfall ist die Ausnahme.
Ob sich der Umstieg für Sie rechnet, hängt von vier Grössen ab:
1. Ihre Jahreskilometer
2. Ihr Strompreis zu Hause und der Anteil, den Sie unterwegs laden
3. Die Verkehrsabgabe in Ihrem Kanton
4. Der Kaufpreis des Modells, das Sie im Auge haben
Die ersten drei Punkte sprechen fast immer für das Elektroauto. Der vierte lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.