Vor- und Nachteile Elektroautos

Vorurteile gegen Elektroautos im Faktencheck

Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch und nimmt Fahrt auf – unaufhaltsam. Haben Elektroautos Zukunft? Ja, denn schon heute wird die individuelle Mobilität mehr und mehr elektrisch sein. Der Umstieg von Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren auf Elektroautos (BEV) würde sicherlich noch schneller vonstattengehen, wenn sich gewisse Vorbehalte nicht so hartnäckig halten würden. Viele kennen die Vorteile von Elektroautos nicht. Durch die schnelle Entwicklung verwandeln sich die Nachteile von gestern in die Vorteile von heute. Wir räumen hier mit den acht häufigsten Vorurteilen auf.
Junger Mann lädt ein schwarzes Elektroauto

 

1. Elektroautos haben eine zu geringe Reichweite

Die sogenannte «Reichweitenangst» gehört heute endgültig der Vergangenheit an. Die Batterietechnologie hat sich rasant weiterentwickelt, sodass moderne Elektroautos problemlos Reichweiten von 350 bis über 700 Kilometern (nach WLTP) erzielen. Für die allermeisten Fahrerinnen und Fahrer reicht das im Alltag völlig aus, ohne sich jemals Gedanken über einen leeren Akku machen zu müssen.

Aktuelle Modelle wie der VW ID.7, der Audi Q6 e-tron, der Škoda Elroq oder der CUPRA Tavascan beweisen, dass auch lange Ferienreisen entspannt und ohne ständige Ladestopps möglich sind. Und selbst wenn Sie sich für eine streng geprüfte AMAG Elektro-Occasion entscheiden, erhalten Sie dank des detaillierten Batteriezertifikats die absolute Gewissheit, dass die Reichweite für Ihre täglichen Pendelstrecken, Einkäufe oder Familienausflüge souverän ausreicht. Die effektive Reichweite hängt natürlich weiterhin vom Fahrstil und den äusseren Bedingungen ab – doch der Puffer ist heute so gross, dass dies im Alltag kaum noch ins Gewicht fällt.

 

2. Elektroautos sind zu teuer

Dieses Argument stammt aus der Anfangszeit der E-Mobilität. Durch technologische Fortschritte und deutlich höhere Produktionsvolumen bei den Batterien sind die Preise in den letzten Jahren stark gesunken. Schon heute besteht bei vielen Modellen kaum noch ein signifikanter Preisunterschied zwischen einem E-Auto und einem vergleichbaren Verbrenner.

Ein weiterer zentraler Faktor, der die Kosten senkt: Der Markt für gebrauchte Elektroautos ist mittlerweile fest etabliert. Mit einer streng geprüften AMAG Elektro-Occasion steigen Sie heute so günstig wie nie zuvor in die Elektromobilität ein – inklusive umfassender Garantien und zertifiziertem Batterie-Gesundheitszustand.

Vergleichen lohnt sich also immer, besonders wenn man die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) betrachtet. Vergessen Sie nicht: Die Service- und Wartungskosten sind bei einem Elektroauto bauartbedingt deutlich niedriger, und auch bei den Energiekosten fahren Sie – gerade mit den Ladevergünstigungen der AMAG App – meist günstiger als mit Benzin oder Diesel.

 

3. Elektroautos brauchen zu lange zum Laden

Die Ladedauer eines Elektrofahrzeugs hängt von drei Faktoren ab: Batteriekapazität, Ladetechnik des Akkus und Ladeleistung des Stromanschlusses. Ausserdem spielt es eine Rolle, ob der Akku vollständig oder nur bis zu 80 Prozent geladen wird. Die letzten Prozent dauern verhältnismässig lange. Wer das Elektroauto zu Hause an einer Wallbox-Ladestation auflädt, braucht länger als mit einer Schnellladung an Tankstellen oder Autobahnraststätten. Zu Hause hat man aber auch mehr Zeit und muss nicht darauf warten, bis die Batterie wieder voll ist – vor allem, wenn das Auto über Nacht ans Stromnetz angeschlossen wird.

Die Ladeleistung variiert zwischen 3,7 und 350 Kilowatt, was umgerechnet einer Kaffeepause von wenigen Minuten beziehungsweise einer Wartezeit von mehreren Stunden entspricht. Grundsätzlich lässt sich die Ladezeit eines Elektroautos mit dieser Formel einfach selbst berechnen: Akkukapazität (kWh) / Ladeleistung (kW) = Ladezeit (h).

 

4. Elektroautos haben eine grössere Brandgefahr bei Unfällen

Es kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass ein Fahrzeug bei einem Unfall oder wegen eines Defekts Feuer fängt – unabhängig von der Antriebsart. Es gibt jedoch keine Belege, dass Elektroautos eher zum Brennen neigen als Autos mit Verbrennungsmotor. Ausserdem müssen alle Autos, die eine Zulassung bekommen, die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen erfüllen. Das gilt für alle Fahrzeuge, die mit Benzin oder Diesel, Erd- oder Flüssiggas oder elektrisch mit einer Batterie betrieben werden.

Bei den Elektroautos müssen die elektrischen Komponenten «eigensicher» sein, sodass der Stromfluss der Batterie unterbrochen wird, wenn ein Defekt auftritt. Die Batterie wird bei einem Unfall augenblicklich und automatisch von den anderen Hochvoltkomponenten und Hochvoltkabeln getrennt, damit dort keine Spannung mehr anliegt. Wenn es doch einmal brennt, muss die Feuerwehr grössere Sicherheitsabstände einhalten und braucht mehr Löschwasser. Alles in allem ist ein Elektroauto jedoch genau so sicher wie jedes andere Auto.

 

5. In der Schweiz gibt es zu wenig Ladestationen für Elektroautos

Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig, wird aber durch einen Blick auf die Schweizer Strassen sofort widerlegt. Das Netz an öffentlichen Ladestationen ist in den letzten Jahren förmlich explodiert und zählt heute zu den dichtesten in ganz Europa. Weit über 20'000 öffentliche Ladeanschlüsse stehen mittlerweile über das ganze Land verteilt zur Verfügung – Tendenz weiter stark steigend.

Ob beim Einkaufen, im Parkhaus, in Hotels oder an der Autobahn: Sie finden praktisch überall eine Möglichkeit, Ihr Fahrzeug aufzuladen. Einen massiven Beitrag dazu leistet auch die AMAG selbst: Mit unserem stetig wachsenden AMAG Schnellladenetz und über 200 eigenen Standorten bieten wir eine verlässliche Infrastruktur.

Selbst wer zu Hause keine eigene Wallbox besitzt, kann sein Elektroauto dank des dichten Netzes problemlos im Alltag laden. Besonders clever: Mit der AMAG App laden Sie an unseren Standorten zum exklusiven Sonderpreis von nur CHF 0.28/kWh und haben europaweit unkomplizierten Zugriff auf hunderttausende weitere Ladepunkte. Eine Fahrt in die Ferien erfordert heute keine aufwendige Planung mehr – das Navigationssystem Ihres Autos plant die optimalen (und kürzesten) Ladestopps ganz automatisch für Sie ein.

 

Mann der ein schwarzes Elektroauto lädt

 

6. Elektroautos sind zu schwer

Eine Batterie in einem Elektroauto wiegt zwischen 300 und 750 Kilogramm und ist damit ganz klar ein Faktor, der ins Gewicht fällt. Je schwerer ein Auto ist, desto mehr Energie muss

aufgewendet werden, um es zu bewegen. Das verschlechtert die Umweltbilanz. Dafür ist die Antriebseinheit eines E-Autos deutlich leichter als ein Verbrennungsmotor und braucht weder ein konventionelles Getriebe noch eine Kupplung. Bei einem ID.4 ist die Antriebseinheit zum Beispiel 90 Kilogramm schwer.

Zum Vergleich: Ein Verbrennungsmotor und ein manuelles oder automatisches Getriebe wiegen je nach Hubraum zusammen zwischen 150 und 300 Kilogramm. Unter dem Strich bringt ein Elektroauto wegen der Batterie tatsächlich mehr Gewicht auf die Waage, aber doch nicht so viel, wie manche denken.

 

7. Die Bezahlung beim Strom tanken ist kompliziert

Früher brauchte man für jede Ladesäule eine eigene Ladekarte – diese Zeiten sind längst vorbei. Wer sein Elektroauto zu Hause an einer Wallbox lädt, hat es am einfachsten: Die Kosten erscheinen bequem auf der regulären Stromrechnung.

Aber auch unterwegs ist das Laden heute absolut unkompliziert. Mit Lösungen wie der AMAG App haben Sie Zugriff auf eines der grössten Ladenetzwerke Europas und bezahlen zentral über ein einziges, hinterlegtes Zahlungsmittel. Zudem laden Sie an vielen Stationen zum Vorzugspreis.

Noch bequemer wird es durch die moderne Plug & Charge-Technologie, die bei vielen neuen Modellen von VW, Audi, Škoda und CUPRA bereits Standard ist. Dabei sind Ihre Vertragsdaten sicher im Fahrzeug hinterlegt. Sie stecken das Ladekabel einfach ein – das Auto kommuniziert automatisch mit der Ladesäule, startet den Ladevorgang und rechnet im Hintergrund ab. Keine App, keine Karte, kein Smartphone nötig.

 

8. Elektroautos sind gar nicht umweltfreundlich

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass ein Elektroauto sogar umweltschädlicher ist als ein Verbrenner, wenn man die CO2-Emissionen berücksichtigt, die bei der Produktion des Fahrzeugs und bei der Stromerzeugung für die Energie anfallen. Neue Forschungsergebnisse der Universitäten von Exeter (GB), Cambridge (GB) und Nijmegen (NL) zeichnen ein anderes Bild. Gemäss der Studie verursachen Elektroautos in den meisten Fällen insgesamt weniger Emissionen, auch wenn bei der Produktion fossile Brennstoffe verwendet werden. Ein Elektroauto soll in 95 Prozent der Fälle klimafreundlicher sein als ein vergleichbarer Verbrenner. Je höher die Kilometerleistung ist, desto effizienter wird ein E-Auto.

Am umweltfreundlichsten ist die Elektromobilität, wenn möglichst viel Strom, der zum Aufladen der Batterie benötigt wird, aus erneuerbaren Energien stammt. Ist das wie in der Schweiz der Fall, sind über ein ganzes Autoleben die gesamten Emissionen eines Elektrofahrzeugs bis zu 70 Prozent tiefer als bei einem Verbrenner.

Probefahrt mit einem Elektroauto

Entdecken Sie unsere Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge

Mehr zum Thema

Lesen Sie auch

Direkt zu
Probefahrt Terminvereinbarung Auto finden Elektromobilität