Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge lohnt sich für immer mehr Schweizer Unternehmen. Entscheidend ist ein strukturiertes Vorgehen: von der Analyse der Fahrprofile über die Fahrzeugwahl bis zur Ladeinfrastruktur. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei jedem Schritt ankommt.
Elektro-Flotte
Immer mehr Unternehmen stellen ihre Fahrzeugflotte auf Elektroantrieb um. Die Gründe sind wirtschaftlich und strategisch zugleich: potenziell tiefere Betriebskosten, eine bessere Planbarkeit der Energiekosten, eine bessere CO₂-Bilanz und ein Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität. Gleichzeitig bringt die Umstellung Fragen mit sich, die vor der Beschaffung der ersten Fahrzeuge geklärt sein sollten. Dieser Leitfaden führt Sie durch die wichtigsten Schritte.
Für die meisten Flotten lautet die Antwort: ja, aber nicht für jedes Fahrzeug gleichzeitig. Elektrofahrzeuge spielen ihre Stärken dort aus, wo täglich planbare Strecken gefahren werden und das Fahrzeug über Nacht oder während der Arbeitszeit geladen werden kann. Das trifft auf einen grossen Teil der Firmenfahrzeuge in der Schweiz zu: Aussendienst mit regionalem Einsatzgebiet, Pendelverkehr zwischen Standorten, Servicefahrzeuge im städtischen Umfeld. Fahrzeuge mit sehr hoher Jahreskilometerleistung auf wechselnden Langstrecken oder mit schweren Anhängerlasten prüfen Sie separat.
Bewährt hat sich ein schrittweises Vorgehen statt eines Komplettwechsels:
1. Fahrprofile analysieren: Erfassen Sie für jedes Fahrzeug die typische Tagesdistanz, den Einsatzradius und die Standzeiten. Fahrzeuge mit kurzen, wiederkehrenden Strecken und langen Standzeiten am Firmenstandort eignen sich besonders gut für den ersten Umstieg.
2. Pilotfahrzeuge einsetzen: Starten Sie mit einer kleinen Gruppe von Fahrzeugen. So sammeln Sie Erfahrung mit Reichweiten, Ladezeiten und der Akzeptanz bei den Fahrerinnen und Fahrern, bevor Sie die ganze Flotte umstellen.
3. Ladeinfrastruktur planen: Klären Sie frühzeitig, wo geladen wird: am Firmenstandort, unterwegs oder zu Hause bei den Mitarbeitenden. Die Planung braucht Vorlauf, insbesondere wenn der Netzanschluss verstärkt werden muss. Bei mehreren Ladepunkten kann ein intelligentes Lastmanagement helfen, die verfügbare Anschlussleistung bedarfsgerecht auf die Fahrzeuge zu verteilen und Lastspitzen zu vermeiden.
4. Car Policy anpassen: Ergänzen Sie Ihre Dienstwagenrichtlinie um die neuen Antriebsarten, die Regelung der Ladekosten und allfällige Vorgaben zur CO₂-Obergrenze.
5. Flotte laufend ausbauen: Ersetzen Sie Verbrenner jeweils bei Ablauf der Leasinglaufzeit durch Elektrofahrzeuge. So verteilen Sie die Investition über mehrere Jahre und vermeiden Restwertverluste durch vorzeitige Rückgaben.
Die AMAG bietet vollelektrische Modelle aller Konzernmarken: Volkswagen, Audi, Škoda, CUPRA und VW Nutzfahrzeuge. Damit lassen sich innerhalb der AMAG Markenwelt sehr unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, vom kompakten Fahrzeug für den Aussendienst bis zum elektrischen Transporter für Lieferungen und Servicefahrten. Welches Modell für welche Fahrzeugkategorie passt, hängt von Reichweite, Ladeleistung, Zuladung und Ihrem Budgetrahmen ab. Ihre Ansprechperson bei der AMAG Fleet stellt Ihnen eine auf Ihre Fahrprofile abgestimmte Auswahl zusammen.
In der Praxis kombinieren die meisten Unternehmen drei Ladeorte:
Am Firmenstandort: Eigene Ladepunkte sind die günstigste und planbarste Lösung. Helion, ein Unternehmen der AMAG Gruppe, bietet Ladelösungen für Unternehmen jeder Grösse: von der Beratung und Planung über die Installation bis zur Wartung, auf Wunsch kombiniert mit einer Photovoltaikanlage für den eigenen Solarstrom.
Unterwegs: Für Fahrten ausserhalb des Einsatzradius steht das AMAG Ladenetzwerk mit über 200 öffentlichen Ladepunkten an mehr als 50 Standorten zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die AMAG beziehungsweise chargeON App Zugang zu zahlreichen weiteren Ladepunkten in der Schweiz und in Europa. Kundinnen und Kunden mit Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi, SEAT, Škoda, CUPRA und VW Nutzfahrzeuge profitieren an den öffentlichen Ladestationen und in den Parkhäusern der AMAG Gruppe sowie bei teilnehmenden Partnern von einem Sonderladetarif von 28 Rappen pro kWh*. Die Ladekarte lässt sich über die AMAG App oder in einer AMAG Garage bestellen.
Zu Hause: Für viele Mitarbeitende die bequemste und günstigste Variante, gerade im Aussendienst. Entscheidend ist eine faire Rückerstattung der Stromkosten, siehe Abschnitt zur Abrechnung. Wer die Installation einer Wallbox trägt, gehört in die Car Policy. Helion installiert Ladelösungen auf Wunsch auch bei Mitarbeitenden zu Hause.
Das ist in der Praxis der heikelste Punkt jeder Flottenelektrifizierung. Wenn Mitarbeitende ihr Firmenfahrzeug zu Hause laden, entstehen betriebliche Stromkosten im privaten Haushalt. Ist die Rückerstattung nicht sauber geregelt, weichen Fahrerinnen und Fahrer auf öffentliche Ladestationen aus, was Ihre Gesamtkosten unnötig erhöht.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Wohnsituationen sehr unterschiedlich sind: eigene Wallbox, gemietete Ladestation, Haushaltssteckdose oder ein geteilter Ladepunkt in der Tiefgarage. Lösungen, die den Verbrauch über die Ladestation messen, funktionieren deshalb nur für rund einen Viertel der Fahrenden.
chargeHome: Rückvergütung unabhängig von der Ladestation
Mit chargeHome der autoSense, einem Unternehmen der AMAG Gruppe, wird der zu Hause geladene Strom über die Hersteller-App des Fahrzeugs erfasst. Gemessen wird also, wie viel Energie tatsächlich in die Batterie fliesst, unabhängig von der Ladeinfrastruktur. Damit werden alle elektrisch fahrenden Mitarbeitenden gleich behandelt, unabhängig von ihrer Wohnsituation.
Ihre Vorteile als Flottenverantwortliche:
🞄 Keine neuen Prozesse: autoSense übernimmt die Rückvergütung direkt an Ihre Mitarbeitenden. In Ihrer Buchhaltung entsteht kein Mehraufwand für Spesenbelege.
🞄 Nachvollziehbare Tarife: Grundlage für die Rückvergütung ist in der Schweiz der öffentliche Stromtarif der ElCom in der Kategorie H4, berechnet nach Wohnort der Mitarbeitenden.
🞄 Saubere Trennung: Weil die Abrechnung über das Fahrzeug läuft, werden Ladevorgänge des Dienstwagens eindeutig von jenen eines privaten Zweitwagens unterschieden.
🞄 Auch für Grenzgängerinnen und Grenzgänger: Mitarbeitende mit Wohnsitz im Ausland können ihren Dienstwagen zu Hause laden und abrechnen. Für Nachbarländer lässt sich ein fixer oder individueller Tarif hinterlegen.
🞄 Transparenz im Portal: Sie sehen alle Ladevorgänge zentral, Ihre Mitarbeitenden ihr eigenes Ladeverhalten in der App.
Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil die Kosten von der Flottengrösse, den gewählten Modellen, der Ladeinfrastruktur und Ihrem Finanzierungsmodell abhängen. Berücksichtigen Sie bei der Berechnung auch die aktuell geltenden kantonalen Fördermöglichkeiten, Motorfahrzeugsteuern und steuerlichen Regelungen für Geschäftsfahrzeuge. Diese können die Gesamtkosten je nach Standort und Nutzung beeinflussen. Aussagekräftig ist deshalb der Vergleich der Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer. Elektrofahrzeuge können in der Anschaffung teurer sein, profitieren im Betrieb jedoch häufig von tieferen Energie- und Wartungskosten. Rechnen Sie die Investition in die Ladeinfrastruktur mit ein und berücksichtigen Sie auch, dass eine eigene Photovoltaikanlage den Netzstrombezug und damit die laufenden Ladekosten reduzieren kann. Wie sich die einzelnen Kostenfaktoren zusammensetzen, zeigen wir Ihnen auf unserer Seite zur Total Cost of Ownership.
Die Erfahrung zeigt: Die Akzeptanz steigt deutlich, wenn zwei Punkte geklärt sind. Erstens muss das Laden im Alltag funktionieren, also ohne Umwege und ohne lange Wartezeiten. Zweitens sollte sichergestellt sein, dass die Mitarbeitenden die dienstlich verursachten Ladekosten einfach erfassen und zurückfordern können. Planen Sie ausserdem eine kurze Einführung ein: Wie funktioniert das Laden, wie plane ich eine längere Fahrt, was ändert sich beim Fahrverhalten? Diese Fragen im Voraus zu beantworten, erspart im Betrieb viele Rückfragen.
Die AMAG Fleet begleitet Sie von der Analyse bis zur Übergabe der Fahrzeuge. Wir prüfen mit Ihnen, welche Fahrzeuge sich für den Umstieg eignen, stellen die passende Modellauswahl zusammen und rechnen die Gesamtkosten für verschiedene Varianten durch. Für die Ladeinfrastruktur arbeiten wir mit Helion zusammen. Nach der Übergabe steht Ihnen unser Servicenetz mit über 90 Standorten in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Je nach Fahrzeug und Leistungsumfang steht Ihnen zudem Totalmobil als Mobilitätsversicherung im Pannenfall zur Verfügung.. Für Flotten ab 150 Fahrzeugen vermitteln wir Sie an das Corporate Fleet Sales Team der AMAG Import.
Sie möchten Ihre Firmenflotte elektrifizieren? Unser Fleet-Team unterstützt Sie von der Analyse Ihrer Fahrprofile bis zur passenden Fahrzeug- und Ladelösung.
Kontaktformular
* Angebot der AMAG Gruppe zur langfristigen Förderung der Elektromobilität, unterstützt von AMAG Group AG. Gültig für Kundinnen und Kunden mit der AMAG Ladekarte/-App oder chargeON-Ladekarte/-App und von AMAG Import AG eingeführten Fahrzeugen an allen öffentlichen Ladestationen und in Parkhäusern der AMAG Gruppe sowie bei teilnehmenden Partnern. Anpassungen und Änderungen vorbehalten.