30.11.2021

Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung

Sheila Zingg, Serviceassistentin, AMAG Buchrain

 

«Die Automobilbranche ist im Wandel und deshalb gerade jetzt sehr interessant. Jeder, der einmal etwas Neues machen möchte, ist bei der AMAG gut aufgehoben. Die AMAG bietet nicht nur eine enorme Job-Vielfalt - von der Werkstatt bis zum Büro -, die AMAG-Familie wird auch wirklich gelebt!» 

 

Sheila Zingg, Serviceassistentin, AMAG Buchrain

 
 

Ein Bericht der Luzerner Zeitung von VICTOR BREU im Gespräch mit Anja Bates, Chief Human Resources Officer der AMAG

 

Der klimaneutrale Autopionier

AMAG | Das grösste Automobilunternehmen der Schweiz bekennt sich ausdrücklich zu seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung. Es profiliert sich als nachhaltige Arbeitgeberin mit klarer Klimastrategie und Nachwuchsförderung.

Die AMAG engagiert sich seit ihrer Gründung vor über 75 Jahren gesellschaftlich verantwortungsvoll. Eine nachhaltige Entwicklung in allen Belangen ist dem Familienunternehmen gleichsam in der DNA festgeschrieben. Auch bezüglich der Automobile, dem Kerngeschäft, gibt AMAG-Besitzer Martin Haefner die Richtung unmissverständlich vor: «Wir wollen uns zur führenden Anbieterin nachhaltiger individueller Mobilität weiterentwickeln.» Und so übernimmt AMAG eine Vorreiterrolle. In ihrer «Nachhaltigkeitsund Klimastrategie» verpflichtet sich die AMAG als erstes Autounternehmen der Schweiz, bis 2025 als Unternehmen klimaneutral zu arbeiten. Die Firma verspricht, die Treibhausgasemissionen massiv zu reduzieren. Zudem hat das Unternehmen die Ambition, bis 2040 einen klimaneutralen Fussabdruck über alle Wertschöpfungsketten zu haben, selbst Zulieferer oder Endverbraucher eingerechnet, die nicht unter seiner Kontrolle stehen. 

 

Schub für E-Mobilität

Erste Massnahmen zeitigten bereits 2020 Erfolge, etwa durch die Einführung von Home Office (nicht pandemiebedingt) oder den vermehrten Einsatz von Elektro- oder Hybridautos in der Dienstwagenflotte; gegenwärtig fährt die Hälfte der Dienstwagenfahrer elektrisch. Zudem wurden mehr Ersatzteile auf der Schiene transportiert, allein dadurch liessen sich so viele Lastwagenfahrten einsparen, dass der Ausstoss von 487 Tonnen CO2 vermieden wurde. Nun baut die AMAG über 1000 zusätzliche E-Tankstellen und verbilligt den Mitarbeitenden die Installation der Heimladeinfrastruktur. Im Flughafen Zürich ist «the square» eröffnet worden, ein «New Mobility Hub», ein Kompetenz- und Erlebniszentrum für neue, nachhaltige individuelle Mobilität. Und auf der neu lancierten Community-Plattform «drive-electric.ch» beantwortet die AMAG Fragen rund um die Elektromobilität. «Unser Engagement im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie zeigt eindeutig, dass wir den Worten Taten folgen lassen», erklärt Anja Bates, Chief Human Resources Officer der AMAG-Gruppe am Hauptsitz in Cham. Das zeige sich auch bei den Immobilien. So wird bis 2024 eine Fläche, die fast sieben Fussballfeldern entspricht, mit Photovoltaik-Anlagen bestückt, um künftig mehr eigenen Strom zu produzieren. Und die neuen Lackieranlagen, wie im eben eröffneten Carrosserie Center in Wettswil ZH, werden so gebaut, dass sie 50% weniger Energie verbrauchen.

 

Geld für grüne Projekte

Weitere Massnahmen im Zuge der AMAG-Nachhaltigkeits- und Klimastrategie betreffen die Bereiche Finanzen und Forschung. So verfolgt die AMAG Pensionskasse bei ihren Anlagen und Investitionen fortan einen nachhaltigen Assetmanagement-Ansatz. Die AMAG Leasing AG steckt ihre Gelder aus einer «Green Bond»-Anleihe ausschliesslich in die Finanzierung von E-Fahrzeugen und deren Ladeinfrastruktur. Die AMAG Gruppe partizipiert bei mehreren Forschungsprojekten zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Entwicklung von synthetischen Treibstoffen. Und schliesslich führt die AMAG eine interne CO2-Abgabe ein, mit der ein Klima- und Innovationsfonds geäufnet wird. Bis 2025 sollen daraus 10 Millionen Fr. in Klimaprojekte fliessen, vorab in Schweizer Start-ups, die für nachhaltige Mobilität oder Dekarbonisierung neue Geschäftsmodelle entwickeln. 

 

Führender Lehrbetrieb 

Ins Bild der nachhaltigen, langfristig ausgerichteten Geschäftsphilosophie passt, dass die AMAG der Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert beimisst. Dies zeigt sich insbesondere in der vorbildlichen beruflichen Grundausbildung. Die AMAG-Gruppe bildet in ihren Garagen und Standorten im ganzen Land über 760 Lernende in 12 Berufen aus. Dies entspricht rund 12% der Gesamtbelegschaft – und damit weit mehr als bei jedem Mitbewerber in der Automobilbranche und rund dreimal mehr als dem durchschnittlichen Engagement von Firmen vergleichbarer Grösse. Mit rund 280 Berufsbildnern und -innen stellt die AMAG eine Top-Ausbildungsqualität mit einer 85%igen Abschlussquote sicher, egal ob für Automobil-Mechatroniker/-innen, Carrosserie-Spengler/-innen, Lackierer/-innen, Logistiker/-innen, Kaufmann/frau und so weiter. Wer im zweiten bis vierten Lehrjahr mit überdurchschnittlich guten Noten auffällt, wird ins Förderprogramm «Young Talents» aufgenommen und kommt in den Genuss von Mentoring, speziellen Trainings und Projekteinsätzen. Eine kürzere Automechaniker-Assistenz-Lehre (EBA) steht ebenfalls im Angebot, und in den letzten Jahren sind neue Lehrprofile hinzugekommen (Informatiker, Detailhandelsfachmann/-frau Autoverkauf). Auch die einjährige Integrationsvorlehre (Invol) für Asylsuchende und Flüchtlinge bietet die AMAG an. Zum Berufseinstieg von Maturanden oder Hochschulabsolventen ins Autogewerbe hat die AMAG überdies begehrte Trainee-Programme aufgesetzt.

 

Berufliche Entfaltung fördern

Ohnehin: Die AMAG unterstützt ihre Mitarbeitenden in vielfacher Art und Weise dabei, sich persönlich und fachlich zu entfalten. Sei es durch interne oder externe Kurse und Trainings, Online-Schulungen, die Übernahme von erweiterten Aufgaben im Job oder den Wechsel in eine andere Rolle oder Funktion. «Wir entwickeln Mitarbeitende in interessante Positionen hinein. Damit verschaffen wir ihnen Perspektiven und die Chance auf eine tolle Berufskarriere», erklärt Anja Bates. Diese Art der Personalförderung ist möglich, weil die AMAG auf lebenslanges Lernen der Mitarbeitenden setzt und eine entsprechende Initiative («#LifelongLearning») lanciert hat. Die «AMAG Academy» ist das Kompetenzzentrum für innovative Beratungen, Coachings oder Trainings. Ihre in der Branche sehr renommierten Schulungen stehen den AMAG-Mitarbeitenden, aber auch externen Handels- und Servicepartnern offen. Zur internen Schulung steht ferner eine breite Palette an Kursen zur Verfügung, auch der Führungskräfteentwicklung wird viel Bedeutung geschenkt. Grosszügig ist die AMAG ausserdem bei der Beteiligung an externen Weiterbildungen.

 

• Die AMAG Group AG ist das grösste Automobilunternehmen der Schweiz. Die Gruppe mit Hauptsitz in Cham ZG beschäftigt schweizweit rund 6500 Mitarbeitende (darunter über 760 Lernende) und erwirtschaftet einen Umsatz von 4,0 Milliarden Fr. (2020). 

• Das Herzstück der AMAG-Gruppe bildet die 1945 von Walter Haefner gegründete heutige AMAG Import AG, die seit 1948 Volkswagen importiert. Heute ist Martin Haefner Alleinbesitzer und VR-Präsident des Familienunternehmens. 

• Die Kerngeschäfte der AMAG-Gruppe sind Import, Retail (Verkauf von Neuwagen und Occasionen, mit rund 80 eigenen Garagen grösster Garagenbetrieb der Schweiz), Leasing und Services (Autovermietung Europcar, Valet-Parking, Parkhäuser). 

• AMAG ist Generalimporteur der Marken Volkswagen, Audi, Seat, Skoda, Cupra und VW Nutzfahrzeuge. Zur Gruppe gehört auch die grösste Porsche-Handelsorganisation der Schweiz, zudem betreibt die Gruppe in Zug einen Bentley-Stützpunkt. 

• AMAG ist die klare Nummer 1 im Markt, rund 30% aller in die Schweiz importierten Fahrzeuge stammen aus ihrem Marken-Portfolio. 

• Im Hauptsitz in Cham arbeiten rund 1250 Mitarbeitende (davon 51 Lernende). Zusammen mit den 8 Garagen der AMAG Retail beschäftigt die AMAG-Gruppe in der Zentralschweiz fast 1600 Personen und bildet 94 Lernende aus.