Ein Reifen besteht aus einem inneren Gerüst, der Karkasse, die ihm seine Festigkeit gibt. Darum herum fügen sich die verschiedenen Gürtel- bzw. Abdecklagen sowie die äussere Lauffläche mit den Profilrillen an. Die Rohstoffe sind Kautschuk, Füllstoffe (z.B. Silica) und Chemikalien (Weichmacher, Harz). Die Festigkeit des Reifens wird durch Beigabe von Stahl- oder Textilfäden beeinflusst. PW-Reifen sind praktisch ausschliesslich Radialreifen, bei welchen die Cordfäden der Karkasse rechtwinklig zur Lauffläche angeordnet sind. Diagonalreifen (Cordfäden längs des Reifens) werden für Fahrzeuge eingesetzt, die langsamer fahren und hohe Lasten tragen müssen.
Das Profil und die Machart des Reifens bestimmen seine Haftfähigkeit auf der Strasse. Die wichtigste Aufgabe des Profils ist die Verdrängung von Wasser auf der Fahrbahn und damit die Verhinderung von Aquaplaning.
Sommerreifen haben eine härtere Gummimischung als Winterreifen. Sie geben so bei höheren Strassen- und Materialtemperaturen nach. Winterreifen sind dagegen weicher, damit sich der Gummi in der Kälte zusammenziehen kann und trotzdem noch genügend Festigkeit und Strassenhaftung aufweist.
Selbst wenn das Profil noch gut ist, sollten Reifen nach zehn Jahren ausgewechselt werden. Schmutz, UV-Strahlung, Hitze und Kälte machen sie spröde – vor allem wenn ein Fahrzeug wenig bewegt wird. Im Fall von Wohnwagen etwa wird ein Wechsel bereits nach sechs Jahren empfohlen.